Die besten Banken im Vergleich

Ratenkauf vs. Ratenkredit – wo liegen die Unterschiede?

Die Zinsen für Geldeinlagen sind aktuell im Keller – umso lieber konsumieren die Menschen in Österreich. Hier wirken sich die niedrigen Zinsen sogar so aus, dass der Ratenkauf und auch die Kreditaufnahme plötzlich besonders attraktiv werden.

Der Ratenkauf, so wie ihn einige wohl noch aus den Katalogbestellzeiten kennen, ist weiterhin beliebt. Immer mehr Händler bieten ihn an, unabhängig davon, ob sich um örtliche Geschäfte oder um einen Onlineshop handelt. Bei Konsumenten steigt die Beliebtheit sogar noch an, was aber gewiss auch an der heute höheren Verbreitung in Shops liegt. Wenn diese Zahlungsmethode angeboten wird, wird sie natürlich auch häufiger genutzt. Aber gibt es Details, auf die Kunden achten sollten? Und worin unterscheidet sich der Ratenkauf von einem Ratenkredit? Lohnt sich einer von beiden eher oder spielt die Wahl eigentlich kaum eine Rolle?

heute einkaufen – später bezahlen. Die Möglichkeiten für den Konsum sind heute sehr vielfältig.

Ratenkauf – was ist zu beachten?

In gewisser Weise ist der Ratenkauf eine Form des Ratenkredits. Mit Unterschieden:

  • Angebot – der Ratenkauf wird von einem Händler angeboten. Er arbeitet meist mit einer Bank zusammen, kann den Ratenkauf jedoch auch unabhängig anbieten.
  • Wahl – der Käufer an sich hat keine Wahl. Wählt er den Ratenkauf bei dem Händler, muss er dessen Konditionen akzeptieren oder auf eine andere Zahlungsweise umsteigen.
  • Zweckgebunden – der Ratenkauf ist strikt zweckgebunden. Das heißt, er ist an die bestellte und gekaufte Ware gebunden.
  • Dauer – der Händler bestimmt, welche Laufzeit ein Ratenkauf hat. Hier sind Zeiträume von dreißig Tagen bis zu 36 Monaten möglich – Ausnahmen bestimmt der jeweilige Händler.

Konsumenten sollten vor dem Abschluss eines Ratenkaufs immer die Konditionen prüfen und gegebenenfalls schauen, ob nicht ein Ratenkredit günstiger ist. Zugleich gilt:

  • Angebot checken – je nach Art der Finanzierung kann es vorkommen, dass der Händler den Preis der Ware vorab erhöht, sodass die 0-Prozent über den Kaufpreis hereingeholt werden. Auch gilt zu schauen, ob die Ware nicht woanders ohnehin günstiger ist.
  • Konditionen – wie sehen die Gesamtkonditionen des Ratenkaufs aus? Wenngleich niedrige Raten angenehm erscheinen, so verpflichtet sich der Kunde für einen langen Zeitraum und hat für diesen Zeitraum eine Form des Kredits.
  • Mehrere Ratenkäufe – heikel wird es dann, wenn mehrere Ratenkäufe getätigt werden. Hier summieren sich die monatlichen Raten gerne zu einem stattlichen Betrag, der künftig schwer zu bewältigen sein kann. Da Ratenkäufe oft nicht vorzeitig getilgt oder nachverhandelt werden können, entsteht an diesem Punkt manchmal der erste Pfad in die Überschuldung.

Trotzdem ist gegen Ratenkäufe nicht direkt etwas einzuwenden. Konsumenten müssen nur achtsam sein und prüfen, ob dieses Angebot für sie wirklich geeignet oder auch günstig ist. Wer ohnehin größere Einkäufe plant, beispielsweise, um sich neu einzurichten, der ist mit einem Ratenkredit oft besser bedient. Wer hingegen nur die neue Waschmaschine in wenigen Raten abbezahlen möchte, weil drei Raten das Budget weniger belasten als die Einmalzahlung, der kann den Ratenkauf ruhig nutzen.

Ratenkredit: Vergleichsmöglichkeiten checken

Ratenkredite ähneln dem Ratenkauf zwar, doch muss ein Kunde vorab selbst tätig werden. Sie eignen sich nicht zum spontanen Einkauf, denn zuerst muss der Kredit abgeschlossen werden, dann geht es ans einkaufen. Dafür sind sie bei größeren Anschaffungen nützlich und bieten nicht selten die Chance auf einen zusätzlichen Sofortzahlerrabatt. Dennoch gilt:

  • Vergleichen – die Konsumentenkredite sollten vor der Aufnahme immer miteinander verglichen werden. Das ist heute sehr einfach möglich, zumal gibt es etliche Kreditgeber, die Angebote in verschiedenen Höhen mit relativ festgesetzten Konditionen anbieten. Portale wie smava.de arbeiten dabei sogar mit sehr vielen Partnerbanken zusammen, um möglichst gute Konditionen vermitteln zu können. Bezüglich der Zinshöhe muss immer beachtet werden, dass in einem ersten Vergleich zwar der Zinssatz des Anbieters angezeigt wird, sich die korrekte Zinshöhe aber aus der Bonität des Konsumenten nach einer direkten Kreditanfrage berechnet wird.
  • Konditionen – in diesem Punkt haben Bürger beim Ratenkredit mehr Spielraum. Es gibt zwar Kreditangebote, die die Laufzeit dreischrittig festlegen – 6, 12 und 24 Monate – andere bieten jedoch viel Verhandlungsspielraum. Ein guter Ratenkredit bietet stets wenigstens die Möglichkeit zu kostenlosen Sondertilgungen. In anderen Fällen ist auch die vorzeitige Ablöse kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr möglich. Der gewählte Kredit sollte die Sondertilgung und vorzeitige Ablöse immer beinhalten.

Ratenkredite sind meistens nicht zweckgebunden, beziehungsweise so locker gebunden, dass sich Konsumenten nicht großartig festlegen müssen. So kann der Zweck bereits »Einrichtung« lauten. Der Kreditnehmer ist nicht an feste Händler oder Produkte gebunden, hat also mit dem Geld in Hand die Option, gezielt das beste Angebot herauszusuchen. Weitere Vorteile:

  • Rabatte – wer direkt zahlt, spart immer die Zinsen von Zahlpausen oder Ratenkäufen ein. Gerade in Möbelhäusern ist es nicht selten, dass bei größeren Kaufsummen, die sogleich beglichen werden, ein Rabatt gegeben wird.
  • Übersicht – der Ratenkredit verhindert die größte Gefahr des Ratenkaufs: den Verlust der Übersicht. Anstatt nun bei mehreren Händlern Raten für einen gewissen Zeitraum zu begleichen, zahlt der Kunde nur eine einzige Rate an den Kreditgeber. Der Überblick bleibt bestehen und es brauchen keine Rechenspiele veranstaltet zu werden.
  • Günstiger – im Vergleich sind Ratenkredite oft deutlich günstiger, da der Kunde die besten Konditionen für sich herausholen kann.
  • Kleine Summen – längst gibt es Minikredite oder Ratenkredite über sehr überschaubare Summen, sodass auch bei unter 1.000 Euro ein Kredit aufgenommen werden kann.

Wann immer es um die Anschaffung mehrerer Güter aus verschiedenen Shops geht, deren Gesamtsumme weit über die persönliche Komfortzone herausgeht, ist der Ratenkredit eine sinnvolle Lösung. Die Konditionen sind kundenfreundlicher, die Kredite können schneller getilgt werden, zugleich brauchen Kunden nicht monatlich prüfen, ob sie jede einzelne Rate beglichen haben. Und spätestens seitdem die Gebühren für den Zahlungsverkehr steigen, spart eine einzelne Kreditrate gegenüber mehreren Einzelzahlungen auf Dauer durchaus ein paar Euro bei den Bankgebühren ein.

Fazit – bequem ist meist teurer

Ratenkäufe sind absolut bequem. Kunden kaufen ein, wählen diese Zahlweise und der Kauf geht vonstatten. Diese Bequemlichkeit kostet jedoch, denn die Händler verlangen oft höhere Zinsen, zumal keine Vergleichsmöglichkeiten gegeben sind. Bei einem Ratenkredit muss der Kunde vorab tätig werden und vergleichen, doch ist der Kreditvertrag abgeschlossen, ist das Geld ebenfalls sehr schnell auf dem Konto. Der Kunde bindet sich nicht an einen Händler, sondern kann das beste Angebot nutzen, zugleich zahlt er den Kredit mit einer einzigen Rate im Monat ab. Das ist bei Ratenkäufen oft nicht machbar, da die Waren von verschiedenen Händlern stammen und somit alle einzeln beglichen werden müssen.